Nachhaltigkeit und Umwelt

Information zum Thema Nachhaltigkeit auf Hof Teigeler, Hagenburg



Hintergrund:
Die komplette Hofanlage (ca. 2 ha Fläche) wurde 2014/2015 neu erschlossen (Aussiedelung). Die gesamte Anlage ist nach Kriterien des Kuhkomforts konzipiert und beinhaltet auch einige interessante Aspekte zum Thema Nachhaltigkeit. Auf dem Betrieb werden derzeit etwa 170 Kühe täglich 2 x gemolken, sie geben im Durchschnitt derzeit 30,2 Liter Milch am Tag. Etwa 25 Kühe befinden sich in der Vorbereitungsphase auf die Geburt im so genannten Trockensteherbereich mit Weidezugang. Auf der alten Hofstelle ca. 1 km entfernt werden rund 120 Jungtiere aufgezogen. Wir arbeiten derzeit mit 7 Angestellten in Voll- und Teilzeit. In der zweitägigen Abholung liefern wir jeweils rund 9000 Liter Milch an die Molkerei frischli in Rehburg. Eine kleine Menge Milch verarbeiten wir direkt und in Handarbeit in unserer Hofmolkerei zu Joghurt, Frischkäse und Milchmixgetränken.


Begriffsdefinition:
Aus „Lexikon der Nachhaltigkeit der Industrie- und Handelskammer:
„Der Begriff der ‚Nachhaltigkeit‘ kann auf viele verschiedene Branchefelder angewandt werden. So auch auf die Landwirtschaft. Der Ursprung der Nachhaltigkeit lässt sich in der Landwirtschaft wiederfinden. In den letzten Jahren hat die nachhaltige Landwirtschaft (sustainable agriculture) immer mehr an Bedeutung gewonnen, nicht zuletzt wegen der gestiegenen Zahl der Weltbevölkerung. Die Aufgabe der Landwirtschaft war und ist in diesem Kontext die Deckung des zunehmenden Bedarfs an nachwachsenden Ressourcen. Nebenbei soll die Landwirtschaft produktiv genug sein, um Krisen in Entwicklungsländern entgegenzuwirken oder gar abzuwenden. Gleichzeitig darf die Landwirtschaft nicht zur Verknappung der endlichen Ressourcen und Flächen beitragen.


Beispiele für Nachhaltigkeit auf Hof Teigeler

    • Einsatz von LED-Energiesparlampen auf der ganzen Anlage, um den Stromverbrauch zu verringern.
    • Vorkühlung der frisch gemolkenen Milch im Plattenkühler: Hierbei wird frisches Brunnenwasser über ein Leitungssystem in den so genannten Plattenkühler geleitet, durch den auch die euterwarme Milch mit ca. 36 Grad Temperatur läuft. Wasser und Milch werden in entgegengesetzten Richtungen aneinander vorbei geleitet, dabei gibt die Milch einen Teil ihrer Wärme innerhalb weniger Sekunden an das bodenkalte Brunnenwasser ab. Die Milch wird bei diesem Vorgang auf ca. 12 Grad vorgekühlt. Die eigentliche Kühlanlage im Milchtank muss die Milch dadurch nicht mehr von 36 Grad auf die vorgeschriebene Temperatur von unter 6 Grad kühlen, sondern nur noch von 12 Grad. Dadurch wird sehr viel elektrische Energie gespart. Das angewärmte Brunnenwasser wird im Anschluss als Tränkwasser für die Kühe genutzt, die lieber warmes Wasser saufen (1000 Liter täglich).
    • Wärmerückgewinnungssystem im Milchtank: Mit der Energie, die beim Herunterkühlen der Milch (von 12 Grad auf unter 6 Grad) entsteht, wird heißes Wasser aufbereitet, das nach jedem Melkvorgang zum Spülen der Melkanlage genutzt wird (10.000 Liter täglich).
    • Die Vakuum- und Milchpumpen sind frequenzgesteuert, das heißt, sie rufen im Gegensatz zu herkömmlichen Pumpen nur bei Bedarf hohe Leistungen ab.
    • Das verunreinigte Oberflächenwasser aus den Siloanlagen (Regenwasser, das auf die dreckigen, asphaltierten Siloplatten fällt) wird aufgefangen, zur Reinigung in ein biologisches Bodenretentionsfilterbecken geleitet und kann im Anschluss als sauberes Wasser in den öffentlichen Graben abgeleitet werden.
    • In unserer eigenen Hofmolkerei werden wöchentlich etwa 200 Liter Milch zu verschiedenen Milchprodukten weiterverarbeitet, die in „Sandra`s Milchhütte“ direkt an Kunden vermarktet werden.
    • Die Eiswasserkühlung in der Hofmolkerei erzeugt Wärme, mit der das Spülwasser für die Molkerei erhitzt wird.
    • Unsere Rohmilch kann an einem Automaten in mitgebrachte eigene Behältnisse abgezapft werden, zur Vermeidung von Müll.
    • Wir kaufen nur Grundfutter aus der direkten Umgebung zu. Alle „Verkäufer-Betriebe“ bekommen im Gegenzug Gülle von unsrem Hof, den sie als organischen Dünger auf ihren Feldern und Wiesen verteilen. So entsteht ein Futterkreislauf ohne Entsorgungsprobleme und mit sehr kurzen Fahrtwegen.
    • Wir kaufen kein Sojaschrot aus Übersee, sondern nur Rapsschrot aus deutscher Produktion (zertifiziert gentechnikfreie Produktion).
    • Unser eigenes Getreide wird bei uns selbst gemahlen und komplett verfüttert.

Wir denken an Umwelt und Tierwohl!

Klima- und Tierschutz geht uns alle an! Wir achten bei der täglichen Arbeit auf die Schonung der Umwelt-Ressourcen und die Gesundheit unserer Kühe. Und das sieht so aus:

  • Weidegang für unsere Kühe: Mehr Platz und frische Luft
  • Gentechnikfreies Futter: regional erzeugt und von bester Qualität
  • Hofmolkerei mit handgefertigten Produkten: absolute Frische ohne Transport
  • Rohmilch zum selber zapfen: Kein Verpackungsmüll
  • Blühstreifen und Bienenhotel: etwas Gutes für die Insekten
  • Gesunde Ernährung in der Schule: Wir zeigen Kindern, wie unsere Lebensmittel entstehen
  • Einsatz von LED-Energiesparlampen auf kompletter Anlage: weniger Stromverbrauch
  • Vorkühlung der Milch im Plattenkühler: das spart Energie
  • Nutzung des warmen Plattenkühler-Wassers: Die Kühe saufen es gern
  • Wärmerückgewinnung im Milchtank: heißes Wasser zum Spülen der Melkanlage
  • Frequenzgesteuerte Pumpen: Energie-Ersparnis
  • Bodenretentionsfilterbecken: reinigt Oberflächenwasser auf biologische Art
  • Eiswasserkühlung in der Hofmolkerei: Spülwasser wird energiefrei erhitzt
  • Eigenes Getreide, selbst gemahlen: Das fressen die Kühe am liebsten
  • Mitglied beim Grünen Punkt: Wir zahlen einen Beitrag zum Müll-Management
  • Recycling in der Direktvermarktung: Verwendung von Artikeln des Premium-Herstellers Superfos, die besonders leicht wiederzuverwerten sind

Wir engagieren uns in der Bewegung „Land schafft Verbindung“.
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen zu unserer Wirtschaftsweise haben.